Tipps und Tricks

Herrscht bei dir in der Küche auch manchmal Ratlosigkeit? Falls ja, bist du hier goldrichtig. Auf dieser Seite findest du nämlich Tipps und Tricks, die dir das Backleben erleichtern.

Inhaltsverzeichnis

Wie schneide ich Backpapier für eine Springform zu?
Wie bastle ich mir einen Spritzbeutel?
Was ist Blindbacken und wie geht das?
Das Backpapier rutscht hin und her. Was kann ich tun?
Was ist eine Garprobe und wie mache ich die?
Wie bastle ich aus Backpapier Muffinförmchen?
Wie fette ich eine Form kinderleicht ein?


Wie schneide ich Backpapier für eine Springform zu?

Wann brauche ich das?

Backpapier sorgt dafür, dass dein Kuchen später nicht in der Form kleben bleibt und auseinanderbricht. Bei Springformen ist das Problem, dass das Backpapier viel größer ist und auch keine runde Form hat und somit nicht in die Form passt. Deswegen stelle ich dir zwei Wege vor, wie du das Papier ganz schnell in Form schneiden kannst.

Und wie geht das?

Methode 1

Eine Methode ist, dass du das Backpapier auf die umgedrehte Springform legst. Dann fährst du mit einer Messerspitze am Rand der Form entlang. Das geht ganz leicht, wenn du die Rille in der Umrandung als „Spur“ nimmst. Sobald du ganz herum bist, hast du einen Backpapier-Ausschnitt, der exakt in den Boden der Form passt. Diesen Tipp kenne ich übrigens noch von meiner Oma.

Methode 2

Alternativ öffnest du zunächst die Springform und nimmst den Boden heraus. Diesen bedeckst du mit Backpapier und spannst dann den Rand wieder darum. Anschließend schneidest du das überstehende Papier möglichst nah am Rand der Form ab.

Manchmal befindet sich Luft unter dem Backpapier, was ungünstig ist. Deswegen bevorzuge ich die erste Methode.


Wie bastle ich mir einen Spritzbeutel?

Für wen gedacht?

Spritzbeutel werden weit seltener benötigt als Backformen oder Backpapier. Deswegen lohnt sich der Kauf für viele nicht. Ärgerlich nur, wenn man doch mal einen braucht. Mit diesem Tipp aber kein Problem. Damit bastelst du dir nämlich im Handumdrehen selbst einen Spritzbeutel. Einziges Manko: Du kannst keine Muster spritzen, wenn du keine Aufsätze hast. Falls du doch welche besitzt, lies dir unterhalb der Anleitung Tipp 3 durch.

Was muss ich tun?

  1. Lege einen Gefrierbeutel vor dich hin. Die geschlossene Seite zeigt zu dir
  2. Falte die linke untere Ecke diagonal nach oben, sodass ein Dreieck entsteht
  3. Fixiere die nach oben gefaltete Ecke am rechten Rand mehrfach mit Klebestreifen
  4. Stülpe den Gefrierbeutel mit der Spitze voran in ein Glas
  5. Fülle in den Spritzbeutel Sahne, Creme oder Teig ein
  6. Drehe das obere  Ende zu
  7. Schneide die Spitze der Tüte ab (Tipps beachten)

Tipps

  • Schneide erst eine ganz kleine Ecke ab. Falls sie zu klein ist, kannst du nachschneiden. Aber es ist ärgerlich, wenn die Öffnung zu groß ist und du deswegen nur einen unschönen dicken Streifen herausdrücken kannst.
  • Drücke die Masse aus dem Spritzbeutel, indem du die bereits zugedrehte Öffnung immer weiter drehst. Das Zudrehen hat auch den Vorteil, dass die Masse kompakt zusammenbleibt und nicht hinten herausläuft.
  • Falls du von einem alten Spritzbeutel Aufsätze hast, kannst du diese bei dem selbst gebastelten Spitzbeutel verwenden. Schneide dann bereits vor dem Befüllen eine kleine Ecke ab und schiebe die Tülle hinein. Jetzt kannst du ganz normal einfüllen und verzieren.

Was ist Blindbacken und wie geht das?

Blindbacken bedeutet, dass du einen (Mürbe-)Teig zunächst ohne Füllung oder Belag backst und dabei den Teig mit Hülsenfrüchten beschwerst.

Wenn du Teig „nackt“, also ungefüllt und unbelegt, vorbackst, verhinderst du grundsätzlich, dass der Guss oder Belag den Boden durchweicht und dieser matschig wird. Zumindest kannst du es reduzieren. Durch das zusätzliche Beschweren mit Hülsenfrüchten hältst du den Teig außerdem in Form. Das heißt: Beispielsweise rutscht der Kuchenrand nicht an der Form herunter und wird flach. Zudem kann sich der beschwerte Boden nicht aufblähen.

Wie gehe ich vor?

  1. Eingefettete Form mit (Mürbe-)Teig auskleiden
  2. Teig mit Backpapier bedecken = Backpapier in die Form legen
  3. Getrocknete Hülsenfrüchte auf das Backpapier geben 
  4. Teig im Backofen einige Minuten backen (Abhängig vom Rezept)
  5. Nach der Backzeit Hülsenfrüchte abschütten und Backpapier entfernen. Die Hülsenfrüchte bzw. der Reis müssen nicht weggeworfen werden, du kannst sie ganz normal beim Kochen wiederverwenden.
  6. Den vorgebackenen Boden anschließend mit Kuchenmasse befüllen (z.B. Quarkmasse) und erneut backen

Das Backpapier rutscht hin und her. Was kann ich tun?

Manchmal muss man Teige, die bereits auf dem Backblech sind noch ein bisschen in Form drücken bzw. auswellen. Oder, etwa beim Knäckebrot, verstreicht man den Teig direkt auf dem Backblech. Dann ist es sehr nervig, wenn das Backpapier hin- und herrutscht. Das kannst du mit diesem Kniff aber ganz leicht verhindern.

Was ist der Trick?

Gib einfach etwas Wasser (ca. 2 EL) auf das Backblech, verteile es mit einem Pinsel und lege das Backpapier dann auf das Blech. Streiche nun mit den Händen über das Papier, bis es es überall am Blech klebt. Tata. Fertig.

Falls sich auf dem Backpapier Wasser befindet, dieses einfach mit einem Küchentuch abwischen.


Was ist eine Garprobe und wozu brauche ich diese?

Eine Garprobe machst du in der Regel bei Rührkuchen, um zu testen, ob der Kuchen schon durchgebacken ist. Das ist zu empfehlen, weil man sich auf die im Rezept angegebene Backzeit leider nicht immer verlassen kann. Das wiederum liegt daran, dass jeder Ofen ein bisschen anders heizt. Aber auch andere Faktoren, etwa das Material der Backform, beeinflussen die erforderliche Zeit im Ofen.

Wie mache ich eine Garprobe?

Bei der Garprobe stichst du nach der angegebenen Backzeit mit einem Zahnstocher oder einem kleinen Metallspieß (manchmal nehme ich auch eine Stricknadel) in den Kuchen. Wenn sich daran beim Herausziehen flüssiger bzw. klebriger Teig befindet, ist der Teig noch nicht durchgebacken. Dann muss der Kuchen wieder in den Ofen. Erst wenn bei der Garprobe nichts mehr am Stäbchen zu finden ist, ist der Kuchen fertig.


Wie bastle ich aus Backpapier Muffinförmchen?

Keine Muffinförmchen gefunden, keinen Elan, einkaufen zu gehen, oder einfach Lust, etwas Neues auszuprobieren – es gibt einige Gründe, warum du dir Muffinförmchen selbst basteln willst. Ich finde zum Beispiel, dass Muffins darin ziemlich cool aussehen. 

Was brauche ich?

  • Backpapier-Zuschnitt (42×38)
  • Schere
  • Lineal
  • Bleistift

Und so geht’s:

1. Zuerst musst du an der 42 cm langen Seite 4 cm abschneiden. So erhälst du ein Quadrat von 38×38 cm

Lege dafür das Backpapier vor dich hin, sodass eine lange Seite zu dir zeigt. Miss dann am rechten oder linken Rand 4 cm ab und markiere diese Stelle. Das machst du oben, unten und in der Mitte.

Jetzt schlägst du das Backpapier 4 cm ein. Die Markierungen dienen als Hilfspunkte, damit du weißt, wo du falten musst. Den abgeknickten Streifen schneidest du anschließend ab.

2. Anschließend drittelst du das Backpapier und faltest es zu einem langen Streifen

Dafür misst du jeweils vom linken und vom rechten Rand ca. 12,5 cm ab und markierst diese Stellen. Das machst du oben und unten. Danach schlägst du das Backpapier an den Markierungen nach innen. Dadurch erhälst du ein langes Rechteck.

3. Danach faltest du das Rechteck zu einem Quadrat

Dafür misst du an der Längsseite wieder jeweils 12,5 cm vom unteren und oberen Rand ab und schlägst das Backpapier an den Markierungen ein. Du hast dann ein quadratisches Päckchen vor dir liegen.

4. Anschließend kannst du an den Falzen entlang schneiden und erhältst so Quadrate

Dafür faltest du zunächst das Quadrat wieder zu einem Rechteck. Dann schneidest du an den beiden Falzen entlang und faltest die Streifen auseinander. Diese Streifen legst du übereinander, sodass die Falzen aufeinander liegen (leider ist mir das Backpapier beim Fotografieren verrutscht). Nun schneidest du an diesen Falzen entlang. Im Anschluss hast du 9 kleine Quadrate.

Es macht übrigens nichts, wenn nicht alle gleich groß sind.

5. Jetzt kannst du die Quadrate in ein Muffinblech setzen und befüllen

Drücke dafür ein Quadrat in eine Mulde. Am besten legst du es über die Mulde, dann drückst du den Zuschnitt mit dem Finger in der Mitte nach unten und an den Rand, damit es einigermaßen in Form kommt.

Danach füllst du den Teig ein. Dabei passt sich das DIY-Muffinförmchen vollständig der Mulde an. Du kannst die Muffins jetzt ganz normal backen.


Wie fette ich eine Form kinderleicht ein?

Genauso wie mit Backpapier verhinderst du mit dem Einfetten einer Form, dass der Kuchen sich nach dem Backen nicht aus der Form löst. Weil ich Einfetten mit einem Pinsel eher ungeschickt finde, nehme ich immer ein Küchenpapier zur Hilfe.

So fettest du mit Küchenpapier ein

  1. Zuerst nimmst du mit dem Küchenpapier ein Stück Butter oder Margarine auf
  2. Dann verstreichst du das Fett mit dem Papier in der Form
  3. Falls nötig, wiederholst du den Vorgang