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Kirsch-Baiser-Kuchen mit Pie-Teig

Kirsch-Baiser-Kuchen

Hallo ihr Lieben,

dieses Mal berichte ich fast schon live. Der Kirsch-Baiser-Kuchen ist nämlich noch backfrisch, ein Stückchen steht neben mir und die Kamera ist auch noch warm. Aber da ich von dem Kuchen so begeistert bin, gibt’s für mich kein Halten mehr, das Rezept muss auf den Blog! Sofort!

Mein Highlight ist der Pie-Teig (Mürbeteig)

Das absolute Highlight am Kirschkuchen ist der Pie-Teig. Eigentlich ist es schlicht ein Mürbeteig, enthält aber etwas mehr Wasser. Dadurch ist er elastischer und lässt sich angenehm ausrollen, ohne an der Unterlage anzuhaften oder zu brechen. So kommt es mir zumindest vor. Für mich geht der Pie-Crust daher sowohl geschmacklich als auch von der Konsistenz her sogar in Richtung Quark-Öl-Teig.

Kirsch-Baiser-Kuchen mit Mürbeteig

Inspiration von Baking A Moment

Der Gedanke, einen Kuchen mit einem Pie-Crust zu machen, hat mich vor ein paar Wochen gepackt – und wie es bei mir üblich ist, nicht mehr losgelassen. Denn wie ihr wisst, neige ich zu Obsessionen 😉 . Angetriggert hat mich ein Video von Allie, eine super sympathische Amerikanerin, die den Blog Baking A Moment schreibt.  In dem Video hat sie live gezeigt, wie sie einen Pie-Teig zubereitet. Ich fand es einfach unglaublich, wie gut sie den Teig ausrollen und in die Form bringen konnte. Dabei hat sie wirklich kaum geknetet und war daher ruckizucki fertig.

Vor- und Nachteile

Ein bisschen nachteilig ist, dass der Teig länger kühlen muss. Deswegen ist der Kirsch-Baiser-Kuchen vielleicht nicht die erste Wahl, wenn ihr spontan Lust habt zu backen. Auf der anderen Seite, ist es allerdings kein Problem, den Teig ein paar Tage aufzubewahren oder so gar einzufrieren, bevor ihr ihn verarbeitet.

Wichtig ist auf jeden Fall, dass ihr beim Zubereiten schnell arbeitet, damit der Teig nicht zu warm und damit zu weich wird. Ich kann euch sagen, bei dieser Hitze momentan, kein leichtes Unterfangen.

Einfacher Kirsch-Baiser-Kuchen

Ultimativer Tipp

Allies ultimativer Tipp ist, den Teig wie bei einem Plunder- oder Blätterteig auszuwellen, übereinanderzuschlagen und erneut auszurollen. Dieser Vorgang sollte mehrmals wiederholt und der Crust dazwischen immer wieder gekühlt werden. Dadurch erhält der Pie mehrere Butterschichten und wird besonders flaky. Das war mir aber dann doch zu viel Aufwand. Die Ofenbekenntnisse Devise lautet eben „unkompliziert“.

Ofenbekenntnisse Pie-Crust

Ich habe mich übrigens nicht ganz genau an die Zutatenmengen von Allie gehalten. Beispielsweise habe ich Zucker zugefügt und Süßrahmbutter genommen und auch am Mengenverhältnis der anderen Zutaten etwas geschraubt. Natürlich habe ich noch nie eine Pie probiert, die Allie gebacken hat, trotzdem würde ich mal sagen, die Änderungen haben nicht geschadet 😉 .

P.S. : Falls du dich auch fragst, ob es „die Pie“ oder „der Pie“ heißt: Laut Duden ist beides möglich.

Mit TK-Sauerkirschen – warum?

Wenn ihr schon zum Rezept gespickelt habt, habt ihr vielleicht bemerkt, dass der Kirsch-Baiser-Kuchen mit TK-Sauerkirschen zubereitet wird. Dafür gibt es mehrere Gründe. Zum einen sind frische Sauerkirschen im Gegensatz zu Süßkirschen selbst jetzt im Sommer nicht immer überall zu bekommen. Und einen Sauerkirschbaum hat jetzt auch nicht jeder im Garten. Zudem ist es eine schöne Sauerei, Kirschen entsteinen zu müssen. Zum anderen ist Tiefkühlware das ganze Jahr über zu bekommen und so kann man den Kirschkuchen mit Baiserhaube zu jeder Jahreszeit genießen.

Den Kuchen mit Sauerkirschen herzustellen und nicht mit ihren süßen Verwandten führt übrigens dazu, dass der Kuchen nicht zu süß ist. Meine lieben Tester fanden das besonders super!

Kirsch-Baiser-Kuchen | Rezept

Neugierig geworden? Hier ist das Rezept. Probier es gleich aus 🙂

Kirsch-Baiser-Kuchen
Teigruhe/Backen
2 Stdn. 42 Min.
Arbeitszeit
25 Min.
 

Für 26er Springform

Typ: Süßer Kuchen
Länder & Regionen: Deutschland, USA
Schlagwort: Baiser, Kirschen, Pie
Portionen: 12 Kuchenstücke
Autor: Ofenbekenntnisse, Backing a Moment
Zutaten
Teig
  • 275 g Mehl
  • 50 g Zucker
  • 1/2 Tl Salz
  • 4 El Sonnenblumenöl
  • 90 g kalte Süßrahmbutter
  • 80 ml eiskaltes Wasser
Kirsch-Füllung
  • 750 g TK-Sauerkirschen
  • 1 Päckchen Vanille-Puddingpulver
  • 2 gestr. El Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
Baiser
  • 3 Eiweiß
  • 2 gestr. El Speisestärke
  • 60 g Zucker
  • 1 Prise Salz
Zubereitung
Vorbereitung
  1. Sauerkirschen auftauen und abtropfen lassen. Die Sauerkirschen sollten noch feucht sein, aber nicht im Saft liegen. Saft aber auffangen.

Teig
  1. In einer Schüssel Mehl, Zucker und Salz mischen. Geht am besten mit einem Schneebesen.

  2. Sonnenblumenöl zufügen und kurz mit dem Mehl vermengen, sodass kein flüssiges Öl mehr zu sehen ist.

  3. Butter in grobe Würfel schneiden und leicht mit der Mehl-Öl-Masse vermengen, sodass alle Butterstücke mit Mehl bedeckt sind.

  4. Nun anfangen zu kneten. Währenddessen Wasser eingießen. Die Zutaten sehr rasch verarbeiten und nur so lange kneten, bis der Teig nicht mehr auseinanderfällt. Es ist nicht schlimm, wenn man noch Butterstückchen sieht. 

  5. Teig nun zu einer Scheibe formen (= zu einer Kugel rollen und dann plattdrücken), in Frischhaltefolie einwickeln und für min. 1 Stunde in den Kühlschrank stellen.

  6. Teig nach dem Kühlen etwas mit Mehl bestäuben und auf einer bemehlten Arbeitsfläche sehr zügig rund ausrollen. Die Teigplatte sollte deutlich größer sein als die Form. 

  7. Teig nun in eine ausgefettete 26er-Springform legen und einen ca. 3-4 cm Rand aufstellen, der möglichst dick sein soll (siehe Hinweise). Der Rand senkt sich beim Backen etwas, weil nicht blindgebacken wird. Das ist aber in Ordnung so.

  8. Kuchen mit Klarsichtfolie bedecken und 1 weitere Stunde in den Kühlschrank stellen.

  9. Danach Boden des Teiges mehrfach mit einer Gabel einstechen. 

  10. Den „nackten“ Kuchen 12 Minuten im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad backen.

Kirsch-Füllung
  1. Während der Teig vorbackt, Sauerkirschen, Puddingpulver, Zucker, Vanillezucker und 3 El Kirschsaft in eine Schüssel geben und gut miteinander mischen.

  2. Wenn der Teig 12 Minuten vorgebacken hat, Kirschen darauf verteilen und den Kuchen weitere 25 Minuten backen.

Baiser
  1. Solange der Kirschkuchen backt, Eiweiß mit Speisestärke, Zucker und Salz steif schlagen.

  2. Kirschkuchen nach 25 Minuten aus dem Ofen holen und Eischnee mit einem Teigschaber wellenartig darauf verteilen. Anschließend Kirsch-Baiser-Kuchen noch einmal 5 Minuten backen.

  3. Wem die Baiserhaube nach dem Backen noch zu hell ist, der kann ihn mit einem Bunsenbrenner etwas abflammen.

Hinweise
  • Damit der Rand ebenmäßig abgeschlossen ist, habe ich den Teig sehr großzügig ausgerollt. Alles was nicht den Boden der Form bedeckt hat, habe ich dann leicht eingerollt und an den Rand gedrückt. Dadurch ist der Rand relativ dick und sauber abgeschlossen.
  • Was mit dem übrigen Eigelb machen? Schau dir mal den Lemon-Curd an. Für das 1,5-fache Rezept benötigst du 3 Eigelb?

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4 Kommentare

  1. Hallo Steffi,

    den Teig muss ich unbedingt mal ausprobieren. Danke für das Rezept.
    Und mein Testesser hat gerade kurz auf den Bildschirm geguckt und ist auch gleich begeistert von deinem schönen Kuchen. Den werde ich bei Gelegenheit gleich mal nachbacken.

    Liebe Grüße
    Kathrina

    • Hallo Kathrina,
      vielen Dank für deinen lieben Kommentar!! Ich kann das Rezept (besonders eben den Teig) wirklich nur wärmstens empfehlen. Hier ist schon nichts mehr da 😉
      Ganz arg liebe Grüße
      Steffi

  2. Hallo Steffi dein Kirschkuchen sieht aber mal so was von lecker aus da möchte man doch sofort ein Stückchen probieren

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