Brezeln - Laugenbrezeln Rezept

Laugenbrezeln

Glaube, Hoffnung, Laugenbrezel
Also ein bisschen stolz bin ich ja schon. Na gut, ziemlich sogar. Ich kann gar nicht aufhören, mir die Bilder meiner Laugenbrezeln anzusehen. Sind sie nicht wunderschön? Und sie schmecken absolut wie vom Bäcker. Wer hätte das gedacht? Vor Jahren hatte ich schon einmal einen Brezelversuch gestartet, mit dem ich kläglich gescheitert bin. Brezelbacken schien mir damals so kompliziert, dass ich es lieber wieder dem Profi überlassen habe. Alleine schon wegen der Kunst, die Brezeln zu schlingen. Da kann ich noch so wild Teigstränge und Arme in der Luft herumwirbeln, Brezeln werden bei mir keine daraus. Das alles habe ich verdrängt oder vergessen oder ich bin leichtsinnig. Egal. Jedenfalls fand ich mich jetzt in der Küche wieder, knetend, laugenbadend, zitternd…. und tata – aus dem Ofen kamen die Schönsten aller Laugenbrezeln (und nehmt mir nicht den Glauben daran!).

Wer sich was zutraut, findet zum Schlingen der Brezeln hier ein paar Wurftechniken.

Geschmack
Wie schon erwähnt, schmecken die Brezeln wirklich wie vom Bäcker. Besser fast. Locker und natürlich ofenwarm. Heute findet man ja fast nur noch Aufbackbrezeln. So etwas Frisches und noch dazu Selbstgemachtes spielt da in einer ganz anderen Liga.

Quelle
Das Rezept habe ich aus dem Buch Lust auf Backen von GU, momentan mein absolutes Lieblingsbackbuch.

Laugenbrezeln – Zutaten und Zubereitung

Die Zubereitung ist wirklich einfach, fordert aber Geduld, da der Teig in mehreren Phasen geht bzw. weiterverarbeitet wird. Zudem bedarf es einer längeren Knetdauer. Wer eine Küchenmaschine hat, den wird das natürlich nicht stören. Ich knete von Hand, das geht auch.

Für 7 Brezeln

Zutaten Teig

Vorteig (am Vortag vorbereiten)

  • 70 g Weizenmehl (Typ 550)
  • 3 g frische Hefe
  • 60 ml Wasser

Teig

  • 250 g Weizenmehl (Typ 550)
  • 40 ml kaltes Wasser
  • 60 ml kalte Milch
  • 10 g Butter
  • 10 g Margarine
  • 10 g frische Hefe
  • 6 g Salz
  • 1 Tl Honig oder Zucker
  • 1 Eigelb

Sonstige Zutaten

Lauge

  • 1 l Wasser
  • 100 g Natron

Zum Bestreuen

  • grobes Salz

Zubereitung

Zubereitungszeit
Vorteig: 5 Min. // Kneten: 12 Min. (2, 3)   // Übrige Zubereitung: 15 Min.
Ruhen: Über Nacht (1), 60 (2) Min., 30 Min. (3), 5 Min. (4), 20 Min. (6) // Backen: 12-14 Min. (11)

  1. Die Zutaten für den Vorteig in einer Schale verkneten, mit Frischhaltefolie abdecken und zum Gehen über Nacht in den Kühlschrank stellen.
  2. Am nächsten Tag die übrigen Zutaten in eine Schüssel geben und mit dem Vorteig ca. 10 Minuten verkneten. Der Teig sollte danach nicht klebrig sein und natürlich auch nicht zu trocken, sondern schön elastisch und eine sehr glatte, glänzende Oberfläche haben. Hat man das gewünschte Ergebnis erzielt, deckt man den Teig mit Frischhaltefolie ab und lässt ihn ca. 1 Stunde ruhen.
  3. Nach der Ruhezeit wird der Teig mit Mehl bestäubt und noch einmal kräftig(!) durchgeknetet. Anschließend wieder mit Frischhaltefolie bedecken und weitere 30 Minuten ruhen lassen.
  4. Nach diesen 30 Minuten den Teig in 7 Stücke teilen und zu ca. 15 cm langen „Würsten“ rollen. Diese mit einem Küchentuch bedeckt ca. 5 Minuten entspannen lassen.
  5. Danach die Stränge auf ca. 60 cm Länge rollen. Die Enden sollten dabei deutlich dünner sein als das Mittelstück – so wie man es von Brezeln eben kennt. Die Stränge hufeisenförmig hinlegen. Nun ein Ende über das andere legen, dann den unteren Strang diagonal nach oben legen und festdrücken. Er kreuzt dabei den oberen Strang. Dieser wird anschließend ebenfalls diagonal nach oben gelegt und angedrückt.

    Wie versprochen habe ich beim erneuten Backen der Laugenbrezeln neue Fotos gemacht und Maß genommen (Stand 11.06.2016). Außerdem habe ich die Brezeln auf eine einfache Weise geschlungen. Wie es geht, lest ihr oben.
    Länge: Im Rezept steht, dass man den Teig zu 30 cm langen Strängen rollen soll. Das ist aber viel zu kurz und ergibt im Endeffekt Laugenbrötchen, da die Brezeln beim Backen aufgehen und so die typische Form verloren geht. Meine Stränge waren ca. 60 cm lang.
    Volumen: Die Brezeln werden beim Backen nicht unbedingt größer, nur dicker. Man kann also die Brezeln einfach auf die gewünschte Größe bringen und sollte beachten, dass sich das Volumen etwa um die Hälfte vergrößert. Die Enden können wirklich sehr dünn sein. Auf den Bildern sind sie noch etwas zu dick.
  6. Die Brezeln für ca. 20 Minuten ins Gefrierfach legen.
    Das Original sieht davor noch eine 30-minütige Gehzeit vor.
  7. Ofen auf 240 Grad vorheizen.
  8. Natron mit 1 Liter Wasser mischen und gut verrühren. Evtl. löst sich das Natron nicht komplett auf, was bei meinen Brezeln kein Problem war.
  9. Brezeln nach der Kühlphase nacheinander kurz in die Lauge geben. Anschließend etwas abtropfen lassen.
  10. Laugenbrezeln auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Nun mit einem scharfen Messer den dicken Mittelteil der Brezeln ca. 1 cm tief einritzen und den Spalt etwas auseinander ziehen. Abschließend noch mit grobem Salz bestreuen.
  11. Laugenbrezeln auf unterster Schiene 10-14 Minuten backen.

 

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Zuletzt aktualisiert von Steffi am 12. August 2016

4 Kommentare

  1. „Holla die Waldfee“,
    da darfst du mit Recht vor Stolz strotzen. Neid. Also mein Mann backt ja auch immer Brot und Brötchen. Zum einen weil es ihm Spaß macht und zum anderen weil mir die Backwaren vom Bäcker & Co. fast immer Bauchschmerzen bereiten. ( will gar nicht wissen, was da alles an Backtriebmittel reinkommt). Wir hatten jedenfalls auch schon das öfteren Brezel versucht. Geschmack war immer super, Aussehen? Naja. Jedenfalls so, dass es bei uns nur noch Laugenbrötchen gibt. Aber mit dieser Bilderserie. Da könnte es bei uns womöglich doch noch Laugenbretzel geben.
    Vielen lieben Dank für diesen tollen Beitrag und die Tips.

    • Hallo Cordula,
      vielen lieben Dank für die Komplimente. Geht runter wie Öl ;-). Ich habe auch mehrere Anläufe gebraucht, muss ich zugeben. Wenn ihr das Rezept ausprobiert habt, teilt gerne wieder eure Erfahrungen mit 🙂
      Liebe Grüße
      Stefanie

  2. Hallo Stefanie habe heute die Brezeln mal ausprobiert und ich muss sagen sie sind mir gelungen. Was man dafür einfach braucht ist etwas Zeit aber wie heißt es so schön „Gut Ding will Weile haben“ Mein Mann und ich werden die Brezeln zu Weißwürsten essen, dazu selbsthergestellten Feigensenf.

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