Rezept für frische und einfache Dinkelbrötchen mit Hefeteig

Dinkelbrötchen

Hallo zusammen, heute stelle ich euch wieder ein Rezept aus meinem Lieblingsbackbuch vor: Dinkelbrötchen. Schlicht und einfach. Ganz unspektakulär. Ganz unaufgeregt. Herrlich normal und herrlich lecker!

Dinkelkunde
Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber wenn ich in einem Rezepttitel Dinkel lese, denke ich irgendwie immer, dass Vollkornmehl verwendet wird. Keine Ahnung, warum genau. Vielleicht, weil Dinkel ja besonders gesund sein soll und ich „besonders gesund“ mit Vollkorn verbinde. Diese Dinkelbrötchen werden allerdings mit Weißmehl zubereitet.

Ist das dann trotzdem gesund? Und worin besteht eigentlich der Unterschied zwischen Dinkel und Weizen? Ich war bisher unwissend und habe mal ein bisschen recherchiert:

  • Dinkel gehört mit Emmer und Einkorn zu den Urgetreidearten.
  • Dinkel ist eine Weizenart und sogar eng verwandt mit dem Weichweizen, also dem Weizen, der für Weizenmehl verwendet wird.
  • Dinkel ist gesünder als Weizen. Zumindest, wenn man sich das unverarbeitete Korn anschaut: Dinkel enthält nämlich mehr und höherwertiges Eiweiß als Weizen. Außerdem ist der Mineralstoffgehalt (Zink, Seelen und Kupfer) und der Anteil an ungesättigten Fettsäuren bei Dinkel höher. Dinkel nimmt zudem weniger Schwermetalle auf. Mehr dazu findet ihr hier.
  • Dinkelmehl bekommt man ab Type 630, Weizenmehl bereits ab 405. Die Type gibt den Mineralstoffgehalt an. Vergleicht man diese Weißmehltypen, ist Dinkelweißmehl folglich mineralstoffreicher. Mehr dazu findet ihr zum Beispiel hier.

Zubereitung
Die Brötchen sind sehr einfach zuzubereiten. Man benötigt relativ wenige Zutaten und auch nur eine einzige Mehlsorte. Wie ich es am Anfang schon geschrieben habe: Alles ganz simpel.

Nach dem Rezept im Backbuch, reichen die unten angegebenen Mengen für 9 Brötchen. Die sind dann aber klein bis mittelgroß. Da ich der Typ „Großer Hunger“ bin, werde ich das nächste Mal nur 6 Brötchen backen, dafür große.

Ich habe die Brötchen etwas zu lange gebacken, daher sind sie sehr dunkel. Ich empfehle, während des Backens ab und zu in den Ofen zu schauen und zu prüfen, ob sie schon dunkel werden.

Geschmack
Ich habe zwar keinen Backstein, aber trotzdem hatten die Brötchen einen leichten Holzofengeschmack. Ein bisschen haben sie mich auch an Stockbrot erinnert :-). Wer kennt das noch?

Rezept – Dinkelbrötchen

Für 9 kleine oder 6 große Brötchen

Zutaten

Brühstück

  • 50 g Dinkelmehl Type 630
  • 50 ml Wasser

Teig

  • 310 g Dinkelmehl Type 630
  • 140 ml Wasser
  • 1 Eigelb
  • 5 g Honig
  • 7 g Margarine
  • 7 g frische Hefe
  • 7 g Salz

Zubereitung

  1. Brühstück: 50 ml Wasser aufkochen und 50 g Mehl einrühren. Topf von der Herdplatte nehmen und etwas abkühlen lassen.
  2. Teig: Brühstück und die übrigen Teigzutaten in eine Schüssel geben und einige Minuten kräftig verkneten (von Hand oder mit den Knethaken des Handrührgeräts). Der Teig sollte nicht klebrig sein und sich zu einer schönen Kugel formen lassen. Schüssel mit Frischhaltefolie bedecken und Teig 1 Stunde gehen lassen.
  3. Teig anschließend kräftig durchkneten. So entweichen die Gärgase und die Brötchen bekommen im Inneren später keine „Löcher“. Dinkelteig zu einem Quadrat von 21×21 ausrollen und in 9 bzw. 6 gleichgroße Quadrate schneiden. Bei 9 Brötchen muss jedes Quadrat 7×7 cm groß sein, bei 6 Brötchen 10,5×10,5. 
    Ich arbeite in der Regel nicht so genau und schneide nach Augenmaß.
  4. Teiglinge auf ein mit Backpapier ausgelegte Backblech legen und wieder mit Frischhaltefolie bedecken. Weitere 1,5 h gehen lassen.
  5. Ofen auf 240 Grad vorheizen.
  6. Dinkelbrötchen oben 3x schräg einschneiden und 15-20 Minuten backen. Nach dem Herausholen mit Wasser bestreichen und mit etwas Mehl bestäuben.
Print Friendly, PDF & Email
Zuletzt aktualisiert von Steffi am 8. November 2016

8 Kommentare

  1. Hallöchen Steffi, deine Dinkelbrötchen sehen ja mega lecker aus, sie machen richtig Appetit.Ich werde sie am Wochenende gleich mal ausprobieren.Bin schon auf dein nächstes Rezept gespannt,habe schon einige Rezepte ausprobiert und war bisher immer begeistert.

    • Liebe Heidrun,
      es freut mich total, dass du meinen Blog so gerne liest und auch fleißig ausprobierst.
      Schreib doch auch von deinen Erfahrungen, wenn du die Dinkelbrötchen ausprobiert hast 🙂
      Liebe Grüße
      Steffi

  2. hallo steffi , habe deine rezepte gerade entdeckt. die dinkelbrötchen sehen ja oberlecker aus. „brühstück“ …..noch nie gehört…..
    wamm kommt die hefe dazu?mit allen Teigzutaten in schritt 2. ?
    tolle bilder, tolle rezepte
    grüßle christel

    • Liebe Christel,
      wie schön, dass dir meine Rezepte und Bilder gefallen :-).
      Normalerweise dient ein Brühstück dazu harte Zutaten (in der Regel Körner) etwas weicher zu bekommen. Warum es in diesem Rezept vorkommt, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Vielleicht geht es auch ohne. Probiere es gerne aus 🙂
      Liebe Grüße
      Steffi

    • Die Hefe kommt übrigens in Schritt zwei dazu 🙂

  3. Hallöchen Steffi,
    ich habe heute die Dinkelbrötchen gebacken, sie schmecken echt super lecker. Die Zubereitung ist sehr einfach und braucht ja wenige Zutaten. Habe zum ersten Mal mit einem Brühstück gebacken und auch Brötchen mit ausgewelltem Teig. Hätte nicht gedacht, dass die Brötchen so aufgehen, ich habe aus dem Teig 6 Stücke geschnitten da ich auch zur Kategorie „großer Hunger“ zähle. Mein Mann fand die Dinkelbrötchen auch sehr lecker. Freue mich schon auf das nächste Rezept von dir.
    Liebe Grüsse
    Heidrun

  4. Pingback: Aufbackbrötchen selbst machen! Die gesündere Alternative

Kommentar verfassen